Help-Line

Schülerinnen und Schüler werden zum Coach und unterstützen Lernende in den verschiedenen Fachbereichen. Das ist das Ziel des Projekts HELPline, das in diesem Schuljahr am Ägelsee lanciert wurde. Das Lernangebot stösst bereits auf reges Interesse.
„Öpediä goht’s mir während de Mathestund eifach z’schnell!“ „Ich würd gern d’Kantiprüefig mache, im Franz muen ich aber no besser werde!“ „So wiä’s mir de Lehrer erchlärt chum ich eifach nöd drus!“ „Nochhilfestunde sind eifach tüür!“. Das neue freiwillige Lernangebot HELPline will diesen Anliegen und Bedürfnissen Rechnung tragen nach dem Motto: von Lernenden für Lernende.

Beide profitieren
Erfahrungen in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass (immer wieder) Schülerinnen und Schüler selbst gewillt und auch in der Lage sind Mitschülerinnen und Mitschüler bei Lernschwierigkeiten zu unterstützen. Dabei profitieren beide: die Nachhilfeschülerinnen und –schüler, weil sie es in ihrer „Sprache“ und auf eine jugendliche Art und Weise nochmals erklärt bekommen und dabei auch Tipps und Tricks aus erster Hand erhalten. Aber auch die Coaches lernen: denn etwas Dritten erklären setzt neben dem notwendigen inhaltlichen Wissen auch weitere Kompetenzen nicht nur voraus, sondern diese können dabei auch gleich weiterentwickelt werden.

Klare Rahmenbedingungen
Das schulinterne Angebot ist aber an klare Rahmenbedingungen geknüpft und steht auch unter der Aufsicht der Lehrpersonen. Zu Beginn des Schuljahres tragen sich Schülerinnen und Schüler, die in der Coachfunktion ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Nachhilfe erteilen möchten, in eine Liste ein. Um die Kompetenzen des Coaches mit den Bedürfnissen des Lernenden bestmöglich in Einklang zu bringen, sind die entsprechenden Fachbereiche anzugeben und werden von den Klassenlehrpersonen auch bestätigt.

Wahl des passenden Coach
Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern haben die Möglichkeit Nachhilfeunterricht zu wünschen. Aber auch Lehrpersonen können Schülerinnen und Schülern den Besuch von Nachhilfeunterricht empfehlen. Die Wahl des passenden Coaches erfolgt durch den/die Nachhilfeschüler/in zusammen mit der Klassenlehrperson. Dabei wird darauf geachtet, dass nicht nur die jeweiligen Kompetenzbereiche bestmöglich aufeinander abgestimmt sind, sondern auch der zwischenmenschliche Aspekt stimmt.

Maximal drei Lernende
Der Coach kann pro Stunde maximal drei Schülerinnen oder Schüler unterstützen. Pro Nachhilfestunde bezahlt der Schüler oder die Schülerin fünf Franken an seinen bzw. ihren Coach. Die Räumlichkeiten werden von der Schule zur Verfügung gestellt. Sollte die Bezahlung nicht funktionieren, informiert der Coach oder der Lernende die Klassenlehrperson des betreffenden Schülers/der betreffenden Schülerin. Auch können sich die Beteiligten bei etwelchen Unstimmigkeiten an die jeweilige Klassenlehrperson wenden.

Angebot ist gestartet
Das freiwillige Lernangebot ist eben gestartet. Bereits haben sich 18 Coaches aus den 2. und 3. Sekundarklassen in die Liste eingetragen. Diese decken das gesamte Fächer-, respektive Kompetenzspektrum ab. Bis jetzt haben sich bereits fünf Nachhilfeschülerinnen und -schüler gemeldet, die das Angebot nutzen möchten. Projektleiter Roland Lehner, Klassenlehrer 3Ed, freut sich über den gelungenen Start und ist gleichzeitig auch gespannt, wie sich diese Zusammenarbeit der Coaches und Nachhilfeschülerinnen und –schüler entwickeln wird.