Integrative Förderung
Integrative Förderung

Die Volksschule hat zum Ziel, allen Kindern und Jugendlichen eine gute Bildung zukommen zu lassen und die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen. Dabei berücksichtigt sie sowohl die Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler als auch allfällige besondere pädagogische Bedürfnisse.

Das Förderkonzept 2013 baut auf dem Qualitätskonzept 2011 auf, mit welchem der Grundstein gelegt wurde für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler am Sekundarschulzentrum Ägelsee.

Am Ägelsee bedeutet Integration daher, dass nach Möglichkeit alle Kinder und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen in der Regelklasse in einem auf heterogene Gruppen ausgerichteten Unterricht integriert, gefördert und unterrichtet werden.


Förderzentrum

Am Sekundarschulzentrum Ägelsee werden alle Lernenden seit Beginn des Schuljahres 2012/13 integrativ gefördert; die Kleinklasse wurde aufgehoben. Die integrative Förderung beinhaltet die Unterstützung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf wie Stütz- und Fördermassnahmen sowie sonderpädagogische Massnahmen in einer Regelklasse.

Grundlage für die konkrete Umsetzung bildet das Förderkonzept. Am Ägelsee werden dazu situativ und zielgerichtet verschiedene Formen der Förderung im Klassenverband einerseits und separativ mit unterrichtsergänzenden Fördermassnahmen in kleinen Gruppen im Förderzentrum anderseits eingesetzt und kombiniert.

Das Förderzentrum dient als Dienstleistungszentrum mit drei schulischen Heilpädagogen, einer Lerntherapeutin sowie der Schulsozialarbeiterin.


Angebot des Förderzentrums




Anpassung der Lernziele

Nicht alle Schülerinnen und Schüler erreichen trotz intensiver Unterstützung die Ziele der Regelklasse. Im Sinne einer bestmöglichen individuellen Förderung werden deshalb die Lernziele in einzelnen Fächern entsprechend den Bedürfnissen und des Leistungsniveaus angepasst. Damit verbunden ist eine entsprechende individuelle Förderplanung mit spezifischen Förderzielen in einem oder mehreren Fächern.

Auf Antrag der Schulleitung erlässt die Schulbehörde einen rekursfähigen Entscheid. Die Erziehungsberechtigten werden in den Entscheidprozess einbezogen. Im Zeugnis wird im betreffenden Fach keine Note gesetzt; es erfolgt der Eintrag „besucht“. Ergänzend wird dem Zeugnis ein Lernbericht beigelegt, der den individuellen Leistungsstand und die Entwicklung dokumentiert.


Dispensation in einem Fach

Schülerinnen und Schüler können in Ausnahmefällen und mit Einverständnis der Eltern von einem Fach dispensiert werden. Eine Dispensation von einer Fremdsprache ist möglich, wenn
• eine Schülerin oder ein Schüler individuelle minimale Ziele in keiner Art und Weise mehr erreichen kann und schulisch einer hohen Belastung ausgesetzt ist,
• schulpsychologische Abklärungen dies notwendig machen,
• die Anzahl der zu lernenden Sprachen und die Gesamtbelastung klar überfordern.

Mit der Dispensation von einer Fremdsprache werden bereits erste Laufbahnentscheide gefällt, was unter Umständen eine Reduktion der Entwicklungschancen bedeutet. Eine in der Primarschule ausgesprochene Dispensation ist somit endgültig; ein Wiedereinstieg in der Sekundarschule praktisch nicht mehr möglich. Die Eltern werden daher ausdrücklich auf mögliche Auswirkungen und Folgen in Bezug auf die weitere schulische und berufliche Laufbahn des Kindes informiert.

Die durch die Dispensation wegfallenden Lektionen werden durch individuelle schulische Massnahmen im Förderzentrum gemäss Förderplan kompensiert.