Finanzen

Gesunde Finanzlage

Die Sekundarschulgemeinde Rickenbach-Wilen weist Ende 2016 folgende finanzpolitischen Parameter auf:

  • Steuerfuss von 38 Prozent (dies entspricht dem Normsteuerfuss gemäss kantonalem Finanzausgleich);
  • Eigenkapital von rund 1,48 Mio. Franken oder knapp 16 Prozent der Steuerkraft;
  • Nettoschulden von rund 0,78 Mio. Franken oder rund Fr. 146.-- je EinwohnerIn.

Mit diesen Kennzahlen hat die Sekundarschulgemeinde eine äusserst solide und gesunde Finanzlage. Sie liegt im vorderen Drittel aller Sekundarschulgemeinden im Kanton Thurgau.

Finanzentwicklung

Betrachtet man die Finanzentwicklung der vergangenen 10 Jahre, so kann man folgende Aussagen machen:

  • Die Steuerkraft ist um über 30 Prozent gestiegen, was massgeblich auf das Bevölkerungswachstum im Sekundarschulkreis zurückzuführen ist.
  • Das abzuschreibende Verwaltungsvermögen konnte von über 5 Mio. Franken auf rund 2,2 Mio. Franken reduziert werden, dies trotz hohen Investitionen im Jahr 2016
  • Der Steuerfuss wurde in der gleichen Zeitperiode von 52 Prozent auf 38 Prozent reduziert.
  • Die Verschuldung nahm von rund 4 Mio. auf 0,78 Mio. Franken ab.

Die konsequente Finanzpolitik, welche zum Ziel hat, Steuerfuss, Verschuldung und Schulqualität in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten, zeigte Früchte und wird fortgeführt. Mit Blick auf die finanzpolitischen Herausforderungen sowie die bewilligten und geplanten Investitionen in den kommenden Jahren ist die Schulbehörde froh um diesen finanziellen Spielraum.


Finanzplan 2017 bis 2020

Die Schulbehörde hält an der definierten Finanz- und Steuerfussstrategie mit folgenden finanzpolitischen Zielen unverändert fest:

  • Steuerfuss von 38 Prozent;
  • Eigenkapital von 0,5 bis 1 Mio. Franken, maximal 20 % der Steuerkraft;
  • Verschuldung von maximal Fr. 500.--/EinwohnerIn.

Die Finanzplanung zeigt aufgrund der heute bekannten Parameter sowie unter Berücksichtigung von Investitionen von rund 2,5 Mio. Franken in den nächsten zwei Jahren relativ ausgeglichene Ergebnisse und 2019 und 2020 bei einem unveränderten Steuerfuss sogar geringe jährliche Gewinne. Das Eigenkapital bleibt bei rund 1.4 Mio. Franken ziemlich konstant. Die Nettoschulden steigen auf rund 3 Mio. Franken an und liegen mit maximal Fr. 567.--/EinwohnerIn im Jahr 2018 geringfügig über der Zielsetzung, sinken dann aber wieder auf rund 2,2 Mio. Franken im Jahr 2021.

Folgende Herausforderungen werden die Finanzentwicklung in den kommenden Jahren massgeblich beeinflussen:

  • Keine oder geringe Beiträge aus dem Finanzausgleich aufgrund der gestiegenen Steuerkraft und der niedrigeren Schülerzahlen. Bis 2018 muss sogar ein Beitrag an den Kanton abgeliefert werden.
  • Umsetzung des beschlossenen Umbau- und Erweiterungsprojekts aufgrund der Weiterentwicklung des Schulmodells mit ergänzendem Unterrichtsgefäss zur Förderung des eigenverantwortlichen Lernens;
  • Förderung einer nachhaltigen Energiepolitik (Zwei Photovoltaikanlagen nach KEV-Zusicherung);
  • Werterhaltende Sanierungs- und Erneuerungsinvestitionen sowie zusätzliche Brandschutzmassnahmen;
  • Geplante Erneuerung bzw. Ergänzung der IT-Infrastruktur aufgrund des Medienbildungskonzepts.
  • Auswirkungen der geplanten Revision der Finanzausgleichsgesetzgebung;
  • Auswirkungen der Erneuerung des Schulvertrags mit der Gemeinde Sirnach.