Urlaub
Verantwortung für Schulbesuch

Die Erziehungsberechtigten sind verantwortlich, dass ihre Kinder regelmässig und pünktlich den Unterricht besuchen. Das Absenzenreglement der Sekundarschule Ägelsee regelt detailliert, unter welchen Voraussetzungen die Lernenden dem Unterricht fernbleiben können. Es differenziert zwischen vorhersehbaren und nicht vorhersehbaren Schulabsenzen. In jedem Fall bedarf es eines wichtigen Grundes. Wichtig sind namentlich persönliche Gründe wie Krankheit, Unfall oder Teilnahme an familiären Fest- und Traueranlässen.

Ab Schuljahr 2016/17 dürfen Schülerinnen und Schüler zweimal im Jahr ohne Begründung dem Unterricht fernbleiben. Dennoch sind für den Bezug dieser zwei so genannten Jokertagen ein paar wichtige Regeln zu beachten.


Bezug von Jokertage

Der Bezug von Jokertagen kann grundsätzlich frei während des Schuljahres bezogen werden, ausgenommen an folgenden Sperrtagen:
• erster Schultag eines Schuljahres
• Schneesportlager und Sommerlager
• Sonderwochen
• klassenübergreifende Projektwochen

Folgende Modalitäten sind beim Bezug von Jokertagen zwingend zu beachten:
• Bezug bedarf einer ausdrücklichen Mitteilung der Erziehungsberechtigten an die Klassenlehrperson.
• Bezug ist mindestens eine Woche vorher anzukündigen (ansonsten unentschuldigte Absenz, wenn kein wichtiger Grund gegeben ist).
• Jokertage werden immer als ganze Tage gerechnet.
• Bezug an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ist möglich.
• Nicht bezogene Jokertage verfallen Ende Schuljahr und können nicht übertragen werden.

Der verpasste Lernstoff und die Hausaufgaben sind in eigener Verantwortung und in Absprache mit der zuständigen Lehrperson nachzuarbeiten. Auch Prüfungen sind nachzuholen.


Urlaub aus wichtigen Gründen

Folgende Urlaubsgesuche für Absenzen aus voraussehbaren wichtigen Gründen werden im Regelfall bewilligt:
• besondere Familienanlässe wie Hochzeiten, spezielle Geburtstagsfeiern, Taufen, Beerdigungen etc.
• kulturelle oder sportliche Anlässe als aktive/r Teilnehmer/in

Keine Bewilligung wird erteilt für:
• Ferienverlängerung jeglicher Art
• Vereinsausflüge
• Ausstellungsbesuche
• kulturelle oder sportliche Anlässe als Zuschauer

Bewilligungsverfahren
• Das Gesuch ist mindestens eine Woche vorher schriftlich unter Angabe der Gründe der Klassenlehrperson einzureichen.
• Bewilligungsinstanz ist die Klassenlehrperson (bis vier Halbtage) und die Schulleitung (bis zehn Halbtage), darüber hinaus die Schulbehörde.
• Entschuldigte und unentschuldigte Absenzen werden im Zeugnis eingetragen.
• Weitere Details sind aus dem Absenzenreglement ersichtlich.

Die Aufarbeitung des Schulstoffes, der während des Urlaubs verpasst wird, liegt in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten. Die Klassenlehrperson gibt die notwendigen Informationen. Prüfungen sind nachzuholen.


Berufswahlvorbereitung

Das Fernbleiben von der Schule zum Zwecke der Berufswahl wie Besuch von Schnupperlehre oder Berufsberatung gilt nicht als Schulabsenz und wird im Zeugnis nicht eingetragen, ist aber dennoch bewilligungspflichtig.

Die Klassenlehrperson ist zuständig für die Bewilligung.
Abwesenheiten von mehr als neun Schulhalbtagen pro Schuljahr ausserhalb der schulischen Berufserkundigungstage müssen von der Schulleitung bewilligt werden.


Talentförderung

Für Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Talent im sportlichen oder musischen Bereich können individuelle Lösungen für den Besuch von Trainings, Wettkämpfen oder Trainingslagern in einer Vereinbarung zwischen Schule, Eltern und Verein getroffen werden.

Die Vereinbarung enthält Bestimmungen über:
• die Modalitäten zum Schulbesuch wie das Fernbleiben von Unterrichtslektionen oder Abweichungen vom Stundenplan
• die Frage, wie die Schülerin bzw. der Schüler die Lernziele erreicht und wer für allfälllige Stütz- und Fördermassnahmen aufkommt.

Die Vereinbarung bedarf der Genehmigung durch die Schulbehörde. Die Schulaufsicht muss die Vereinbarung ebenfalls genehmigen, wenn durchschnittlich mehr als zwei Wochenlektionen betroffen sind.