Schulmodell

Durchlässige Sekundarschule

Zwei Leistungstypen
Am Sekundarschulzentrum Ägelsee gilt das kooperative Modell mit Niveaugruppen und integrativer Förderung.

In der Regelklasse werden zwei Typen (Stammklassen) angeboten:
• Leistungstyp G für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler und der
• Leistungstyp E für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler

In diesen beiden Typen werden alle Fächer unterrichtet, die nicht zu den Niveaufächern gehören.

Drei Niveaufächer
In den Fächern Mathematik, Französisch und Englisch wird der Unterricht in folgenden drei Niveaus geführt: 

• g = grundlegende Anforderungen
• m = mittlere Anforderungen
• e = erweiterte Anforderungen 

Bei Vorliegen spezieller Verhältnisse wie geringe Schülerzahl werden im Jahrgang auch zwei Niveaus mit einem binnendifferenzierten Unterricht geführt.

Eigenverantwortliches Lernen

Auf Beginn des Schuljahres 2016/17 wurde am Ägelsee das zusätzliche Unterrichtsgefäss "Eigenverantwortliches Lernen" (EL) eingeführt. Dafür wurde im Erdgeschoss des Spezialtrakts angrenzend an das Förderzentrum und die heutige Bibliothek (neu Mediathek) ein grosszügiger Lernraum mit 45 bis 50 Arbeitsplätzen, zwei Gruppenräumen, einer kleinen Werkstatt und einem Gesprächsraum eingerichtet. Mit dem zustimmenden Entscheid am 27. Oktober 2015 zum Investitionskredit hat die Stimmbürgerschaft grünes Licht für dieses Umbau- und Erweiterungsvorhaben und das darauf basierende ergänzte Ägelsee-Schulmodell gegeben.

Das Unterrichtskonzept für das eigenverantwortliche Lernen am Ägelsee sieht total vier Wochenlektionen für alle Stammklassen vor, wobei immer zwei Stammklassen des gleichen Typs und Jahrgangs zusammen den EL-Lernraum nutzen. Dafür werden je eine Lektion Deutsch, Mathematik und Realien sowie die heutige Hausaufgabenlektion beansprucht.

Das eigenverantwortliche Lernen beinhaltet aufbauend ab der 1. Sekundarklasse fünf Bausteine, nämlich

  • das «Grosses Sandwich», nämlich die Abwechslung von kollektiven Lernphasen und subjektiver Auseinandersetzung mit dem Inhalt; 
  • den programmierten Unterricht (Lernen nach Lernpfad);
  • den Epochenunterricht, das heisst intensives Lernen an einem Inhalt oder Gegenstand ohne Unterbruch durch andere Fächer;
  • die selbstständige Vertiefungsarbeit (heutige Hausaufgabenhilfe) sowie 
  • das projektartige Lernen, nämlich die Bearbeitung mehr oder weniger strukturierter beziehungsweise offener Arbeitsaufträge zu einem Thema (heutiger Projektunterricht in der 3. Sek)

Integrative Förderung (IF) 

Lernende mit besonderem Förderbedarf (Stütz- und Fördermassnahmen, sonderpädagogische Massnahmen) werden in der Regelklasse beschult und gefördert. Grundlage dazu bildet das Förderkonzept. Die Kleinklasse wurde auf Beginn des Schuljahres 2012/13 aufgehoben. Um eine optimale individuelle Förderung der Lernenden zu gewährleisten, werden diese am Ägelsee situationsbezogen und zielgerichtet nebst der Lehrperson durch heilpädagogisches Fachpersonal im Klassenverband einerseits und/oder separativ im Förderzentrum anderseits (Einzelunterricht oder kleine Gruppen) unterstützt. Im Einzelfall wird geprüft, ob eine Anpassung der Lernziele oder eine Dispensation notwendig und zielführend sein kann.

Alters- und niveaudurchmischte Interessengruppen 

Das Kursprogramm für die Wahlpflicht- und Freifächer am Sekundarschulzentrum Ägelsee bietet den Schülerinnen und Schülern eine vielseitige Auswahl an musischen, handwerklichen und sportlichen Kursen. Diese werden meist in alters- und niveaudurchmischten Interessengruppen durchgeführt. Dies fördert das eigenverantwortliche und kooperative Lernen, indem die Schülerinnen und Schüler von- und miteinander lernen. Dies wiederum wirkt sich positiv sowohl auf die Lernkompetenz als auch die Selbst- und Sozialkompetenz aus. Das Gemeinschaftsgefühl wird dadurch gestärkt und es trägt zu einer toleranten und gewaltfreien Schulkultur bei.