Schulentwicklung

Legislaturziele 

Entwicklung gehört zum Bildungswesen, weil sich die Gesellschaft, das Umfeld, die Schülerinnen und Schüler und die Lernanforderungen ändern. Schulentwicklung richtet sich zwar primär auf das Kerngeschäft der Schule: den Unterricht. Unterrichtsentwicklung hängt aber zusammen mit Personalentwicklung sowie Organisationsentwicklung. Zielgruppen der Schulentwickung sind alle an der Schule Beteiligten.

Die Schulentwicklung am Sekundarschulzentrum Ägelsee umfasst deshalb gleichermassen Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung. Diese drei Entwicklungsfelder sind sowohl in Bezug auf den Inhalt als auch bezüglich der involvierten Akteure vernetzt. Die strategischen Ziele der Schulbehörde in diesen drei Entwicklungsfeldern werden alle vier Jahre im Rahmen der Legislaturplanung definiert.

Die Ziele für die Amtsdauer 2017 - 2021 hat die Schulbehörde an der Strategietagung Herbst 2017 festgelegt. Diese wurden Anfang Februar 2018 kommuniziert und sind auch auf dieser Website veröffentlicht. Die Broschüre wurde zusammen mit der Botschaft im Frühjahr 2018 in alle Haushaltungen in Rickenbach, Wilen und Busswil/Littenheid verteilt.

Qualitätskonzept 

Das im Jahr 2011 gemeinsam von Lehrpersonen, Schulleitung und Schulbehörde erarbeitete Qualitätskonzept gibt einen systematischen überblick und beschreibt detailliert, wie alle Akteure am ägelsee ihren individuellen Beitrag zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung leisten können und müssen.

Schulbehörde, Schulleitung und Lehrpersonen orientieren sich bei ihrer Qualitätsarbeit am Instrument für die Qualitätsentwicklung und Evaluation in Schulen IQES. Die einzelnen Elemente bilden den Handlungsrahmen. Acht Elemente sind auf der Ebene der Schule als pädagogische und betriebliche Einheit angesiedelt, zwei Elemente auf der Ebene der Schulbehörde und zwei auf der kantonalen Ebene. Als ergänzendes und ebenso wichtiges Element kommt die Kooperation mit Partnerinnen und Partnern der Schule dazu.

Modell IQES 

Mit dem Qualitätskonzept wollen wir den guten Qualitäten am Ägelsee Sorge tragen und zugleich die Voraussetzungen schaffen, dass unseren Jugendlichen ein Kompetenzprofil vermittelt wird, das sie zum eigenverantwortlichen Lernen und Arbeiten befähigt und für ihre künftige Schul- und Berufslaufbahn wichtig ist. 


Entwicklungsplanung 

Jedes Konzept ist nur etwas wert, wenn es auch umgesetzt wird. Das bedingt eine gezielte Weiterentwicklung und zwar koordiniert auf allen Sachebenen Unterricht, Personal und Organisation, aber auch auf den drei Akteurenebenen Lehrpersonen, Schulleitung und Schulbehörde.

Im Entwicklungsplan werden mit Blick auf die Legislaturziele, die Mindeststandards im Qualitätskonzept und die kantonalen Entwicklungen im Bildungsbereich die mittelfristigen Schwerpunkte in der Qualitätsarbeit gesetzt. Dies ermöglicht nachhaltige Entwicklungsarbeit und zugleich bereits auf der Planungsebene Transparenz in der Qualitätsarbeit am Sekundarschulzentrum Ägelsee. Für Schulentwicklungsprojekte bewilligt die Stimmbürgerschaft jährlich einen Rahmenkredit mit dem Budget.

Die Umsetzung der im Entwicklungsplan enthaltenen Themenfelder wird nach einheitlichen Vorgaben konkretisiert. Die 2012 eingeführten Instrumente für ein Projektmanagement werden bei allen Projekten systematisch angewendet. Ausgangslage bildet dabei jeweils ein konkreter Projektauftrag der Schulbehörde oder der Schulleitung.

Projektmanagement 

Im Projektauftrag werden Ist-Zustand, Ziele, Projektumfang, Rahmenbedingungen, Risiken, Kosten, Projektorganisation, Meilensteine sowie interne und externe Kommunikation definiert. Ein Projektplan legt die einzelnen Projektschritte und die Zuständigkeiten fest. Das Portfolio gibt Auskunft über den Fortschritt und den Bearbeitungsstand der einzelnen Projekte. Für die projektinterne Kommunikation und die Dokumentenpflege werden im Extranet spezielle Arbeitsbereiche aufgeschaltet.

Die Projektleitung wird je nach der sich stellenden Thematik dem Schulleiter, einer Lehrperson oder einem Behördemitglied übertragen. Bei der Besetzung des Projektteams wird speziell dem Grundsatz "Betroffene zu Beteiligten machen" nachgelebt. Kommunikation und Partizipation sind zentrale Pfleiler der Schulkultur am Ägelsee, was auch wesentlich zur Akzeptanz des Projektergebnisses beiträgt.

Laufende Projekte 

In den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 sind basierend auf dem Entwicklungsplan folgende Projekte in Bearbeitung oder bereits abgeschlossen:

Unterricht  

  • b: Einführung Lehrplan Volksschule Thurgau ab Schuljahr 2017/18
  • b: Pädagogische und infrastrukturelle Umsetzung des Medienbildungskonzepts ab 2018/19
  • a: Erarbeitung neues pädagogisches Leitbild
  • b: Evaluation eigenverantwortliches Lernen mittels Schülerbefragung
  • a: Erarbeitung und Umsetzung Projekt LiFT im SJ 2017/18 und Evaluation
  • a: Umsetzung Projekt HelpLine im SJ 2017/18 und Evaluation

Schulkultur

  • b: Projekt "Jugendtreff in Hauswartwohnung" (Federführung Politische Gemeinde Wilen); 3-jährige Pilotphase ab SJ 2017/18 
  • b: Projekt Mittagsbetreuung Ägelsee; Pilotphase SJ 2017/18 und 2018/19
  • a: Aktivitäten im Rahmen des Schuljahresmottos "Gipfelsturm" im SJ 2017/18 
  • b: Aktivitäten im Rahmen des Schuljahresmottos "Good" im SJ 2018/19

Organisation/Kommunikation 

  • b: Erarbeitung/Wettbewerb neues Corporate Design (CI) 
  • b: Verhandlungen mit Gemeinde Sirnach betreffend Erneuerung des Schulvertrags für die Beschulung der Schülerinnen und Schüler aus Busswil/Littenheid 
  • b: Auswirkungen des revidierten kantonalen Finanzausgleichs auf die Schulfinanzen

Infrastruktur

  • b: Erarbeitung mehrjähriges Unterhalts- und Erneuerungskonzept
  • b: Erneuerung des Schülermobiliars in den Klassenzimmern
  • a: Ausdehnung Videoüberwachung auf überdachter Eingangs- und Pausenbereich sowie die Grillstelle
  • b: Weiterentwicklung des Krisenkonzepts zu einem Sicherheitskonzept

Status: a = abgeschlossen; b = in Bearbeitung