Schulentwicklung

Legislaturziele 

Entwicklung gehört zum Bildungswesen, weil sich die Gesellschaft, das Umfeld, die Schülerinnen und Schüler und die Lernanforderungen ändern. Schulentwicklung richtet sich zwar primär auf das Kerngeschäft der Schule: den Unterricht. Unterrichtsentwicklung hängt aber zusammen mit Personalentwicklung sowie Organisationsentwicklung. Zielgruppen der Schulentwickung sind alle an der Schule Beteiligten.

Die Schulentwicklung am Sekundarschulzentrum Ägelsee umfasst deshalb gleichermassen Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung. Diese drei Entwicklungsfelder sind sowohl in Bezug auf den Inhalt als auch bezüglich der involvierten Akteure vernetzt. Die strategischen Ziele der Schulbehörde in diesen drei Entwicklungsfeldern werden alle vier Jahre im Rahmen der Legislaturplanung definiert.

Die Ziele für die Amtsdauer 2013 - 2017 hat die Schulbehörde an der Strategietagung Herbst 2013 festgelegt. Diese wurden Anfang Februar 2014 kommuniziert und sind auch auf dieser Website veröffentlicht. Die Broschüre wurde zusammen mit der Botschaft im Frühjahr 2014 in alle Haushaltungen in Rickenbach, Wilen und Busswil/Littenheid verteilt.

Qualitätskonzept 

Das im Jahr 2011 gemeinsam von Lehrpersonen, Schulleitung und Schulbehörde erarbeitete Qualitätskonzept gibt einen systematischen überblick und beschreibt detailliert, wie alle Akteure am ägelsee ihren individuellen Beitrag zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung leisten können und müssen.

Schulbehörde, Schulleitung und Lehrpersonen orientieren sich bei ihrer Qualitätsarbeit am Instrument für die Qualitätsentwicklung und Evaluation in Schulen IQES. Die einzelnen Elemente bilden den Handlungsrahmen. Acht Elemente sind auf der Ebene der Schule als pädagogische und betriebliche Einheit angesiedelt, zwei Elemente auf der Ebene der Schulbehörde und zwei auf der kantonalen Ebene. Als ergänzendes und ebenso wichtiges Element kommt die Kooperation mit Partnerinnen und Partnern der Schule dazu.

Modell IQES 

Mit dem Qualitätskonzept wollen wir den guten Qualitäten am Ägelsee Sorge tragen und zugleich die Voraussetzungen schaffen, dass unseren Jugendlichen ein Kompetenzprofil vermittelt wird, das sie zum eigenverantwortlichen Lernen und Arbeiten befähigt und für ihre künftige Schul- und Berufslaufbahn wichtig ist. 


Entwicklungsplanung 

Jedes Konzept ist nur etwas wert, wenn es auch umgesetzt wird. Das bedingt eine gezielte Weiterentwicklung und zwar koordiniert auf allen Sachebenen Unterricht, Personal und Organisation, aber auch auf den drei Akteurenebenen Lehrpersonen, Schulleitung und Schulbehörde.

Im Entwicklungsplan werden mit Blick auf die Legislaturziele, die Mindeststandards im Qualitätskonzept und die kantonalen Entwicklungen im Bildungsbereich die mittelfristigen Schwerpunkte in der Qualitätsarbeit gesetzt. Dies ermöglicht nachhaltige Entwicklungsarbeit und zugleich bereits auf der Planungsebene Transparenz in der Qualitätsarbeit am Sekundarschulzentrum Ägelsee. Für Schulentwicklungsprojekte bewilligt die Stimmbürgerschaft jährlich einen Rahmenkredit mit dem Budget.

Die Umsetzung der im Entwicklungsplan enthaltenen Themenfelder wird nach einheitlichen Vorgaben konkretisiert. Die 2012 eingeführten Instrumente für ein Projektmanagement werden bei allen Projekten systematisch angewendet. Ausgangslage bildet dabei jeweils ein konkreter Projektauftrag der Schulbehörde oder der Schulleitung.

Projektmanagement 

Im Projektauftrag werden Ist-Zustand, Ziele, Projektumfang, Rahmenbedingungen, Risiken, Kosten, Projektorganisation, Meilensteine sowie interne und externe Kommunikation definiert. Ein Projektplan legt die einzelnen Projektschritte und die Zuständigkeiten fest. Das Portfolio gibt Auskunft über den Fortschritt und den Bearbeitungsstand der einzelnen Projekte. Für die projektinterne Kommunikation und die Dokumentenpflege werden im Extranet spezielle Arbeitsbereiche aufgeschaltet.

Die Projektleitung wird je nach der sich stellenden Thematik dem Schulleiter, einer Lehrperson oder einem Behördemitglied übertragen. Bei der Besetzung des Projektteams wird speziell dem Grundsatz "Betroffene zu Beteiligten machen" nachgelebt. Kommunikation und Partizipation sind zentrale Pfleiler der Schulkultur am Ägelsee, was auch wesentlich zur Akzeptanz des Projektergebnisses beiträgt.

Laufende Projekte 

Im Schuljahr 2016/17 sind basierend auf dem Entwicklungsplan folgende Projekte in Bearbeitung oder bereits abgeschlossen:

Unterricht 

  • a: Weiterentwicklung Ägelsee-Schulmodell: Umsetzung Unterrichtsgefäss eigenverantwortliches Lernen auf Schuljahr 2016/17 - ergänzend zum bisherigen kooperativen Schulmodell mit Stamm- und Niveauklassen und integrativer Förderung 
  • b: Koordinierte Unterrichtsentwicklung/Unterrichtsteams 
  • a: Vorbereitungsarbeiten für Einführung Lehrplan Volksschule Thurgau auf Schuljahr 2017/18
  • b: Erarbeitung eines Medienbildungskonzepts 

Schulkultur

  • a: Projekt "Jugendtreff in Hauswartwohnung" (Federführung Politische Gemeinde Wilen); Pilotphase ab SJ 2017/18
  • a: Bedarfsabklärung betreuter Mittagstisch 
  • a: Einführung Mittagsbetreuung auf Schuljahr 2017/18 

Organisation/Kommunikation 

  • a: Gesamterneuerungswahlen von Schulbehörde und Rechnungsprüfungskommission 
  • a: Anpassung Beiträge der Gemeinde Sirnach aufgrund Schulvertrag 

Infrastruktur

  • Schulraumentwicklung sowie Unterhalts- und Erneuerungsplanung:
    a: 1. Umbau Erdgeschoss Spezialtrakt in EL-Lernraum auf Schuljahr 2016/17 und
    a: 2. Erweiterung Klassentrakt für Verwaltungs- und Lehrerbereich auf Schuljahr 2017/18 mit Zwischennutzung Hauswartwohnung
  • a: Photovoltaikanlage auf Klassen- und Werktrakt gemäss KEV-Finanzierung
  • a: Ergänzung Brandschutzmassnahmen aufgrund Bauauflagen 

Status: a = abgeschlossen; b = in Bearbeitung