Kick-off zum neuen Lehrplan erfolgt

 

Die Einführung des neuen Lehrplans Volksschule Thurgau ist am Ägelsee auf Kurs: Die Schulbehörde hat den Entwicklungsplan sowie das Einsatzkonzept für die Multiplikatoren genehmigt. An einer schulinternen Weiterbildung haben sich die Lehrpersonen mit dem neuen Lehrplan auseinandergesetzt.

Ab dem Schuljahr 2017/18 wird der Lehrplan Volksschule Thurgau für alle Volksschulen des Kantons als verbindlich erklärt. So hat es die Regierung des Kantons Thurgau beschlossen und den Schulgemeinden im August 2015 den Auftrag erteilt, den neuen Lehrplan auf lokaler Ebene umzusetzen. Strategische Vorgabe Schulbehörde und Schulleitungsteam haben an ihrer Strategietagung im November 2015 die Rahmenbedingungen für die strategische und operative Umsetzung dieses mehrjährigen Schulentwicklungsprojekts festgelegt. Auf dieser Grundlage hat ein Projektteam mit Daniel Jabornegg, Ressort Lehren und Lernen, Armin Blöchlinger, Schulpräsident, und Christoph Goetsch, Schulleiter, einen Entwicklungsplan und ein Einsatzkonzept für die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (MuM) erarbeitet. Diese hat die Schulbehörde genehmigt und dienen der Schulleitung nun als Richtschnur für die operative Umsetzung. Startschuss erfolgt Was ist neu am Lehrplan VS TG? Wie sieht der neue Lehrplan aus? Was ist anders als im bestehenden Lehrplan? Wie verläuft die Einführung des neuen Lehrplans? Mit diesen Fragen haben sich die Lehrpersonen der Sekundarschule Ägelsee an einer internen Weiterbildung intensiv beschäftigt und damit einen ersten Schritt zur Einführung des neuen Lehrplans vollzogen. MuM geben ihr Wissen weiter Angeleitet von den Lehrpersonen David Schaffer, Stefan Signer und Fabienne Windisch wurden nach und nach die gestellten Fragen bearbeitet und beantwortet. Die drei Lehrpersonen werden als Multiplikatoren bzw. Multiplikatorin ausgebildet und haben bereits einen Wissensvorsprung, den sie gerne dem Lehrerteam weitergegeben haben. Sie werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Einführung des neuen Lehrplans spielen und die Schulleitung in verschiedenen Bereichen unterstützen. Das von der Schulbehörde genehmigte Einsatzkonzept definiert detailliert ihre Rolle und Aufgaben bei der Erreichung der vom Kanton vorgegebenen Umsetzungsziele. Alles neu im neuen Lehrplan? Abgesehen von einigen Thurgauer Spezialitäten und der Tatsache, dass das Französisch vollständig auf die Sekundarstufe verschoben werden soll, ist der Lehrplan Volksschule Thurgau inhaltlich derselbe wie in den 20 weiteren Deutschschweizer Kantonen. Als Neuerung ist die Kompetenzorientierung zu erwähnen, die dem Lehrplan zu Grunde liegt. Das heisst indes nicht, dass die Schülerinnen und Schüler nichts mehr wissen müssen. Im Gegenteil: das Wissen ist und bleibt Grundlage des Könnens und behält auch seinen berechtigten Stellenwert im neuen Lehrplan. Auch die pädagogischen Freiheiten der Lehrpersonen werden nicht tangiert. Wie bisher werden sich die Phasen der Instruktion und der Konstruktion abwechseln und gegenseitig ergänzen. Dies ermöglicht es der Lehrperson, auf unterschiedliche Voraussetzungen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie deren Zusammensetzung der Klasse einzugehen. Lern- und Unterrichtsverständnis Mit dem Fokus auf die Kompetenzorientierung setzt der neue Lehrplan zwar ein verändertes Lern- und Unterrichtsverständnis voraus. Für die Lehrpersonen der Sekundarschule Ägelsee war es indes beruhigend festzustellen, dass dieses Lern- und Unterrichtsverständnis für sie nichts Neues ist, sondern nahtlos an bereits laufende Unterrichtsentwicklungen anschliesst. Seit der Einführung des neuen Qualitätskonzepts im Jahr 2011 wurde an der Sekundarschule Ägelsee kontinuierlich daran gearbeitet, was zukünftig in allen Schulhäusern Standard sein soll. Und mit der Einführung des ergänzenden Unterrichtsgefässes für das eigenverantwortliche Lernen ab Schuljahr 2016/17 macht die Sekundarschule Ägelsee einen weiteren Schritt im Hinblick auf den kompetenzorientierten Unterricht gemäss neuem Lehrplan Volksschule Thurgau.